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Prozeß zum Montblanc-Inferno geht weiter

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Prozeß zum Montblanc-Inferno geht weiter

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Im Prozess um die Feuerkatastrophe im Montblanc-Tunnel vor fast sechs Jahren hat die Untersuchungskommission bei der Einrichtung der Sicherheitsvorkehrungen schwere Mängel festgestellt. Ihrem Bericht zufolge ließ sich die Möglichkeit eines solchen Unglücks vorausahnen.16 Personen und Institutionen müssen sich nun wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Der Prozess hatte am Montag begonnen.39 Menschen starben, als am 24. März 1999 ein mit Margarine und Mehl beladener Lastwagen mitten im Montblanc-Tunnel zwischen Frankreich und Italien Feuer fing.

Der Fahrer stellte daraufhin seinen LKW ab und brachte sich in Sicherheit. Menschen verbrannten, da die Notbuchten keine Ausgänge hatten. Die Katastrophe führte dazu, daß das Sicherheitssystem umfangreich ausgebaut wurde. Seit der Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen aber verfügt der Montblanc-Tunnel über diverse Notausgänge. Durch diese können Menschen im Notfall aus dem Tunnel flüchten.

Jahrelang war im Montblanc-Tunnel keine Feuerwehrübung mehr veranstaltet worden. Die letzte fand in den 70er Jahren statt. Doch das Brandunglück änderte diese Situation. Seitdem werden die Sicherheitsvorkehrungen in allen Tunneln Europas verbessert.