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Chance für Frieden in Nahost steigt

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Chance für Frieden in Nahost steigt

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Im Vorfeld des Gipfels am Roten Meer hat Ägypten eine diplomatische Delegation nach Gaza entsandt, um das morgige Treffen vorzubereiten. Unterdessen hat der 124-köpfige Rat der Palästinenserorganisation Fatah seine Bereitschaft bekräftigt, einen Waffenstillstand mit Israel zu unterstützen. Der Beschluss bedeutet eine wichtige Stütze für Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bei den Friedensverhandlungen. Umstritten ist allerdings noch immer die Häftlingsfrage. Israel will bislang nur 900 inhaftierte Palästinenser als Zeichen guten Willens entlassen.

Die Palästinenserführung fordert aber die Freilassung von 8000 Gefangenen, darunter auch von Attentätern, die Israelis getötet haben. Unterhändler beider Seiten einigten sich nun darauf, dass ein gemeinsames Komitee in strittigen Fällen über ein Ende der Haft entscheiden könnte. Hamas-Führer Mahmud A-Zahar forderte Israel noch einmal auf, alle Aggressionen zu stoppen. Dazu zähle auch, das die Israelis die gezielte Tötung einzelner Palästinenser oder Gruppen beenden.

Der Regen, der am Sonntag im Westjordanland niederging, gilt als gutes Zeichen für das morgige Zusammentreffen von Palästinenserpräsident Mahmut Abbas und dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon. Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kureia betonte aber: “Wir werden auch die Zukunftsvision von Präsident Bush ansprechen, dass ein palästinensischer Staat neben Israel bestehen soll. Für uns ist dies das wichtigste Thema und die Lösung dieses Konflikts.” Als weiteren Schritt im palästinensischen Reformprozess beschloss der Rat der Fatah außerdem, im August parteiinterne Wahlen abzuhalten, zum ersten Mal seit 16 Jahren.