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Blair: Entschuldigung bei Justizopfern

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Blair: Entschuldigung bei Justizopfern

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Der britische Premierminister Tony Blair hat sich öffentlich bei den nordirischen Opfern eines Justizirrtums aus den 70er Jahren entschuldigt. Damit reagierte er auf eine langjährige Kampagne in Nordirland, die eine derartige Geste verlangte. “Ich erkenne das Trauma an, das die Familien Conlan und McGuire durch die Verurteilung durchlebt haben, und das Stigma, das ihnen dadurch bis heute anhaftet. Ich bedaure sehr, dass sie Opfer solcher Qualen und einer solchen Ungerechtigkeit wurden. Deswegen möchte ich diese Entschuldigung aussprechen, denn sie verdienen die vollständige und öffentliche Rehabilitierung.”, sagte Blair in einer Fernsehansprache.

Gerry Conlon, dessen Schicksal als Vorlage für den Spielfilm “Im Namen des Vaters” diente, verbrachte 17 Jahre unschuldig im Gefängnis. Er hatte auf eine Entschuldigung im Unterhaus gehofft, zeigte sich aber erfreut. Er hat sich mehrmals entschuldigt und zeigte sich erschüttert von dem Leid, das uns widerfahren ist,” sagte er nachdem er das offizielle Entschuldigungsschreiben Blairs überreicht bekommen hatte. Verurteilt worden waren er und zehn andere für die angebliche Beteiligung an zwei Bombenanschlägen der irischen Untergrundorganisation IRA in Guildford und Woolwich 1974. Damals starben sieben Menschen.