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ETA-Anschlag in Madrid

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ETA-Anschlag in Madrid

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Bei einem Bombenanschlag in Madrid sind mehr als 40 Menschen leicht verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte in einem Auto. Die baskische Untergrundorganisation Eta hatte den Anschlag vorher telefonisch bei einer Regionalzeitung angekündigt, die Polizei hatte jedoch nicht genug Zeit, die Bombe zu entschärfen. Der Anschlag ereignete sich nur wenige Stunden, vor der feierlichen Eröffnung der internationalen Kunstmesse ARCO durch das spanische Königspaar und den mexikanischen Präsidenten Vicente Fox. Durch die Wucht der Detonation vor dem Kongresszentrum im Norden der spanischen Hauptstadt wurden mehrere umliegende Gebäude und Autos beschädigt. Fensterscheiben zersprangen. Augenzeugen glaubten zunächst an ein Erdbeben. Nach Polizeiangaben war das Tatfahrzeug mit bis zu 30 Kilo Sprengstoff beladen. Erst in der vergangenen Nacht hatte die spanische Polizei bei einer Razzia vierzehn Verdächtige festgenommen, die für die ETA gearbeitet haben sollen. Im Auftrag der Organisation hätten sie Anschlagsorte ausgekundschaftet und neue Mitglieder geworben, hieß es von den Behörden. Es ist bereits der zweite Anschlag in diesem Jahr, der auf das Konto der baskischen Untergrundorganisation geht. Erst im Januar war in einem Hotel an der Costa Blanca ein Sprengsatz explodiert.