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ETA-Bombenanschlag in Madrid

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ETA-Bombenanschlag in Madrid

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Bei einem Bombenanschlag in Madrid hat es am Vormittag zahlreiche Verletzte gegeben. Die spanischen Behörden machen dafür die baskische Untergrundorganisation ETA verantwortlich. Kurz vor der Detonation im Norden der Hauptstadt hatte eine baskische Regionalzeitung einen entsprechenden Anruf erhalten.

Für die Polizei war es jedoch zu spät, den Anschlag zu verhindern. Nach bisherigen Angaben wurden mehr als 30 Menschen leicht verletzt, darunter auch einige Beamte. Die Wucht der Explosion beschädigte mehrere Gebäude und geparkte Autos. Umliegende Bürohäuser wurden geräumt.

Das Unglück ereignete sich vor dem Kongresszentrum im Norden Madrids. Dort sollten später der spanische König Juan Carlos, seine Gemahlin Sophia und der mexikanische Präsident Vicente Fox die internationale Kunstmesse Arco eröffnen. Erst in der vergangenen Nacht hatte die spanische Polizei in der baskischen Region Biscaya und mehreren Städten, darunter Pamplona und Valencia, zehn Verdächtige wegen mutmaßlicher Unterstützung der ETA festgenommen. Sie sollen neue Mitglieder geworben und mögliche Anschlagsziele ausgekundschaftet haben. Der jüngste Anschlag der Eta wurde Ende Januar verübt, als in einem Hotel an der Costa Blanca ebenfalls ein Sprengsatz explodierte.