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Nordkorea gesteht Atomwaffenbesitz

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Nordkorea gesteht Atomwaffenbesitz

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Nordkorea hat zum erstenmal den Besitz von Atomwaffen offiziell eingestanden. Die Nuklearwaffen seien zur Selbstverteidigung gegen die Politik der USA hergestellt worden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Er erklärte gleichzeitig, dass Nordkorea nicht mehr an den sogenannten Sechsergesprächen teilnehmen werde. Darin sollte das Land mit Südkorea, Japan, China, Russland und den USA über ein Ende seines Atomprogramms diskutieren.

Der Regierung von US-Präsident George W. Bush galt erneut der Vorwurf, durch eine “feindselige Politik” eine ernste Situation herbei geführt zu haben. Die US-Aussenministerin Condoleezza Rice hatte in ihrer Antrittsrede die demokratische Volksrepublik Korea als “Vorposten der Tyrannei” bezeichnet. In Washington geht man seit längerem davon aus, dass Nordkorea Atomwaffen hat. Die Teilnahme an zukünftigen Sechsergesprächen wurde in einer Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums dennoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Man wolle jedoch erst zu Verhandlungen zurück kehren, wenn positive Resultate wahrscheinlich seien. Zuletzt hatte es vor acht Monaten eine Sechserrunde gegeben.