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General Motors steigt bei Fiat aus

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General Motors steigt bei Fiat aus

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Der US-Autoriese General Motors zahlt dem angeschlagenen italienischenFiat-Konzern 1,55 Milliarden Euro und gibt seinen Zehn-Prozent-Anteil an das Unternehmen zurück. Im Gegenzug verzichtete Fiat darauf, GM zur Übernahme der restlichen 90 Prozent zu zwingen; ein solches Verkaufsrecht an GM war zu Beginn der Partnerschaft im Jahre 2000 vereinbart worden. Die Einigung sei für Fiat sehr vorteilhaft, sagte Konzernchef Luca di Montezemolo in Turin: Mit dem Abkommen werde die finanzielle Lage des Konzerns verbessert, und zugleich gewinne der Konzern die Freiheit, mit anderen Unternehmen über Kooperationen zu sprechen, und schließlich sei die Vereinbarung auch wichtig für die Menschen, die bei Fiat arbeiteten.General Motors hatte schon seit einiger Zeit nach einem Ausweg aus dem Vertrag gesucht. Fiat hat mehr als 14 Milliarden Euro Schulden, und GM ist zur Zeit vor allem mit der Sanierung seiner deutschen Tochter Opel befasst. Nach Angaben italienischer Medien sind die Verkaufszahlen von Fiat im Januar weiter eingebrochen. Im vergangenen Jahr konnte der Konzern den Absatz nur um ein Prozent steigern; die übrigen Branchenführer konnten stärker zulegen. In der europäischen Zulassungs-Statistik steht Fiat auf dem sechsten Platz.Von der Partnerschaft mit dem weltgrößten Automobilkonzern bleibt nach dem neuen Abkommen nur die Zusammenarbeit im Motorenbau übrig. Fiat will nun aus eigener Kraft einen Weg aus der Krise finden – unter anderem durch eine Änderung der Modellpolitik, die von Experten als verfehlt kritisiert worden war.