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Schwache deutsche Konjunktur zieht Wachstum der Eurozone nach unten

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Schwache deutsche Konjunktur zieht Wachstum der Eurozone nach unten

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In der Eurozone haben die Hoffnungen auf einen nachhaltigen Aufschwung einen Dämpfer erhalten. Überraschend verlangsamte sich im Schlußquartal 2004 das Wachstumstempo. Nach Angaben von Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2 Prozent. Damit setzte sich der Trend aus dem Vorjahr bis zum Dezember fort. Die Europäische Kommission schraubte ihre Wachstumserwartung für das erste Quartal 2005 zurück.

Hintergrund waren die enttäuschenden Zahlen aus Deutschland. Erstmals seit anderthalb Jahren schrumpfte dort die Wirtschaft wieder – und zwar um 0,2 Prozent. Dies zog den Gesamtwert für die Eurozone nach unten. Volkswirte sahen aber nur eine kurzlebige Konjunkturdelle. Eine Rezession sei nicht zu befürchten, in diesem Jahr gehe es eindeutig aufwärts. Dies sind gute Nachrichten für den deutschen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, der dringend auf eine Belebung des Arbeitsmarktes wartet. Eine positive Wende deutet sich laut Experten bei der Binnennachfrage an. Die Verbraucher hätten sich lange genug zurückgehalten. Es gebe einen großen Nachholbedarf beim Konsum. Dieser – zusammen mit stärkerer Investitionstätigkeit der Unternehmen – werde die Konjunktur wieder anstoßen.