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Irak: Anschläge überschatten Aschura-Fest der Schiiten

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Irak: Anschläge überschatten Aschura-Fest der Schiiten

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In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist das religiöse Aschura-Fest der Schiiten von zahlreichen Anschlägen überschattet worden.

Mindestens 30 Menschen starben, zahlreiche Personen wurden verletzt. Eine der Explosionen ereignete sich im Bagdader Dora-Viertel während des Freitagsgebets. Die Polizei teilte mit, ein Mann mit einem Sprengstoffgürtel habe eine Moschee betreten und sich inmitten der Gläubigen in die Luft gesprengt. Der zweite Anschlag wurde in der Nähe der Al-Bajaa-Moschee im überwiegend von Schiiten bewohnten Westen der Stadt verübt. Dort sei eine Werfergranate explodiert. Das US-Militär bestätigte die Explosion, nannte aber keine Einzelheiten. Im Nordwesten der Stadt sprengte sich ein weiterer Selbstmordattentäter in der Nähe einer Schiitenprozession in die Luft – mindestens zwei Menschen starben. Tausende Schiiten zogen zum Aschura-Fest durch die Straßen Bagdads, um einen der wichtigsten Feiertage ihres religiösen Kalenders zu begehen. Am Morgen wurden offenbar zwei indonesische Journalisten im Irak entführt.Das Außenministerium in Jakarta bestätigte, daß ein Reporter und ein Kameramann eines indonesischen Fernsehsenders vermisst würden. Allein im vergangenen Jahr sind im Irak knapp 200 Ausländer entführt worden.