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Der König hat gewählt - doch was sagen die Spanier zur EU-Verfassung?

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Der König hat gewählt - doch was sagen die Spanier zur EU-Verfassung?

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Als erstes Land der EU hält Spanien eine Volksabstimmung zur Europäischen Verfassung ab. Damit hat Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero, ein großer Befürworter des Vertrags, sein Ziel erreicht, Vorreiter in Sachen Verfassungsreferendum zu sein. Pünktlich zur Öffnung der Wahllokale um neun Uhr morgens erschien auch das Königspaar, um seine Stimme abzugeben. Von Parlamentswahlen hält sich der König im Allgemeinen fern.

Nach der nicht bindenden Volksabstimmung hat das Parlament das letzte Wort. Während laut Umfrage die Mehrheit der Spanier für den Vertrag stimmen wird, sorgt sich der Regierungschef vielmehr um die Wahlbeteiligung, die gering ausfallen dürfte.

Deshalb appellierte Rodriguez Zapatero an seine Mitbürger, zahlreich zum Referendum zu kommen: Dieses Votum bedeute, dass die Tür zu einem geeinteren, stärkeren Europa geöffnet werde und zu einer Zukunft in Wohlstand.

Doch von den 34,5 Millionen Wahlberechtigten dürfte kaum die Hälfte zur Urne gehen, obwohl die beiden großen Parteien, Sozialisten wie Konservative, massiv für ein “Ja” zur Verfassung geworben haben. Neun weitere EU-Staaten wollen nach derzeitigem Planungsstand ebenfalls ein Referendum über die Verfassung abhalten, weshalb die EU mit Spannung auf das Ergebnis in Spanien schaut.