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Frankreichs Finanzminister und die Immobilienaffäre

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Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Hervé Gaymard gerät wegen der Affäre um seine staatlich finanzierte Luxus-Dienstwohnung immer mehr unter Druck. Der Vater von acht Kindern hatte sich bei einem Interview damit gerechtfertigt, dass er als Schustersohn bescheiden gelebt habe und keine eigene Wohnung in Paris besitze.

Doch wie heute in der Tageszeitung Libération zu lesen ist gehören ihm: eine Wohnung in Paris, die er für monatlich 2300 Euro vermietet, ein Haus in der Bretagne, zwei weitere Wohnungen, mehrere Büros und ein Haus in Savoyen. Die 600 Quadratmeter große Maisonette-Mietwohnung in der Nähe der schicken Avenue Montaigne räumte Gaymard bereits.

Doch die Rufe, er solle dasselbe auch mit seinem Ministerposten tun werden lauter. Der vor drei Monaten als Nachfolger von Nicolas Sarkozy angetretene Minister hatte den öffentlichen Kassen einen strikten Sparkurs angeordnet. Er predige Wasser und trinke Wein, sagen seine Gegner nun.