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UN beginnt im Libanon Untersuchungen zu Hariri-Mord

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UN beginnt im Libanon Untersuchungen zu Hariri-Mord

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Der irische Polizeikommissar Peter Fitzgerald ist in der libanesischen Hauptstadt Beirut angekommen. Fitzgerald soll im Libanon im Auftrag der Vereinten Nationen genauere Untersuchungen zum Mord am ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik Hariri durchführen. Die libanesische Regierung hatte eine solche Untersuchung nur unter der Bedingung gestattet, dass sie von einem Experten aus einem neutralen Land durchgeführt werde.

Inzwischen werden die anti-syrischen Stimmen im Libanon immer lauter. Fast täglich kommt es zu Demonstrationen, bei denen Aktivisten den Rückzug der syrischen Truppen aus dem Libanon fordern. Viele Libanesen geben Syrien die Schuld am Mord an dem beliebten Ex-Ministerpräsidenten Rafik Hariri. Auch die libanesische Opposition findet scharfe Worte gegen Syrien. Oppositionspolitiker Wael Abu Faour sagte, Syrien bedrohe den Libanon, indem es aus der syrischen Regierung heiße, dass ein Truppenrückzug zu internen Problemen im Libanon führen werde. Dies, so Wael Abu Faour wörtlich, sei nicht akzeptabel. Derzeit sind rund 15.000 syrische Soldaten im Land stationiert. Nach dem Anschlag auf Rafik Hariri hatten unter anderem die USA und Frankreich den vollständigen Abzug der syrischen Truppen gefordert. Aus der syrischen Hauptstadt Damaskus hieß es dazu, Truppenrückzüge würden mit Zustimmung des Libanon auf der Grundlage des Taif-Abkommens erfolgen.