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US-Gericht weist Yukos-Antrag ab

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US-Gericht weist Yukos-Antrag ab

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Ein amerikanisches Gericht hat den Antrag des russischen Ölkonzerns Yukos auf Gläubigerschutz nach US-Recht abgewiesen. Die zuständige Richterin in Houston im US-Bundesstaat Texas begründete die Ablehnung damit, dass der weitaus grösste Teile der Geschäfte von Yukos weiterhin in Russland stattfinde. Der Fall müsse deswegen in einem Forum verhandelt werden, in dem die russische Regierung vertreten sei.

Yukos hatte im Dezember des vergangenen Jahres Gläubigerschutz nach amerikanischem Konkursrecht beantragt und versucht, damit die Zwangsversteigerung der zentralen Tochtergesellschaft Jugansk zu verhindern. Russland begründete die Auktion mit Yukos-Steuerschulden.

Jugansk war schließlich für 7 Milliarden Euro von der bis dahin unbekannten Baikal-Finanzgruppe ersteigert worden. Nur drei Tage später wurde diese von der staatlichen russischen Ölgesellschaft Rosneft aufgekauft. Der Yukos-Aktienkurs an der Moskauer Börse sank nach dem Urteil um 12,6 Prozentpunkte.