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Staatspräsident von Togo tritt zurück - Weg frei für friedliche Neuwahlen

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Staatspräsident von Togo tritt zurück - Weg frei für friedliche Neuwahlen

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Nur gut drei Wochen nach seiner Machtübernahme im westafrikanischen Togo, ist Präsident Faure Gnassingbe von seinem Amt zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenz aus den anhaltenden nationalen und internationalen Protesten gegen seine Ernennung als Präsident.

Das Militär hatte den 39-jährigen kurz nach dem Tod seines Vaters, der das Land 38 Jahre lang regierte, als Nachfolger eingesetzt. Gnassingbe sollte die bis 2008 laufende Amtszeit zu Ende führen. Auf Grund seiner verfassungswidrigen Ernennung zum Staatspräsidenten verhängten die Länder der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS Sanktionen gegen Togo. Im Land selbst war es zu Protesten gegen Gnassingbe gekommen. Vier Demonstranten wurden durch Sicherheitskräfte getötet. Bedingt durch den wachsenden Unmut im eigenen Land stimmte Gnassingbe in der vergangenen Woche Neuwahlen zu. Diese sollen bis Mitte April durchgeführt werden. Die Abgeordneten des Parlaments in der Hauptstadt Lomé nahmen nun nach dem Rücktritt Gnassingbes eine Verfassungsänderung zurück, die den Machtwechsel nachträglich legalisiert hatte. Bis zu den Wahlen wird der vom Parlament gewählte Abbas Bonfoh das Land als Interimspräsident führen. Trotz seiner Amtsniederlegung will Gnassingbe als Präsidentschaftskandidat antreten.