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Anschlag in Tel Aviv: Israel beschuldigt Syrien

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Anschlag in Tel Aviv: Israel beschuldigt Syrien

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Nach dem Selbstmordanschlag in Tel Aviv am Freitag abend hat Israel Syrien die Schuld an dem Attentat gegeben. Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas erklärte, die Führung der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad in der syrischen Hauptstadt Damaskus habe den Anschlag in Auftrag gegeben. Aus Syrien kam postwendend das Dementi: Ein Beamter des Außenministeriums sagte, Syrien habe nichts mit der Angelegenheit zu tun, zudem sei das Büro des Dchihad in Damaskus geschlossen. Wörtlich meinte der Sprecher: “Wir glauben, dass die Eile, mit der israelische Verteidigungsminister Anschuldigungen erhoben hat, zeigt, dass er weiß, wer der wahre Täter ist und dass dieser sich in Israel befindet.”

Bei dem Selbstmordattentat vor einem populären Nachtklub in Tel Aviv waren am Freitag neben dem Attentäter vier Menschen gestorben und rund 50 verletzt worden. Die Organisation Islamischer Dschihad hatte sich zu dem Anschlag bekannt. Nach israelischen Medienberichten stammte der Attentäter aus einem Dorf im nördlichen Westjordanland. Israelische Sicherheitskräfte haben offenbar zwei Brüder des Täters festgenommen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte den Anschlag scharf. Die Palästinenserregierung werde nicht zögern, die Verantwortlichen ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen, sagte er. Nach Ansicht der israelischen Regierung zeigt das Attentat, dass Abbas’ Versuch, die radikalen Palästinensergruppen zum Gewaltverzicht zu bewegen, gescheitert ist.