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Barrot greift durch - und Fret SNCF unter die Arme

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Barrot greift durch - und Fret SNCF unter die Arme

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Nach monatelangen Diskussionen hat die Europäische Kommission eine milliardenschwere Finanzspritze für das französische Schienenfrachtunternehmen Fret SNCF genehmigt – der neue französische Verkehrskommissar Jacques Barrot hat einen Kompromiss durchsetzen können.

Die angeschlagene Tochter der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF soll insgesamt 1,5 Milliarden Euro Hilfe bekommen, um ihre Anlagen zu modernisieren und ihre Kapitalstruktur zu reorganisieren. 700 Millionen kommen von der SNCF, 800 Millionen vom französischen Staat. Solch eine staatliche Beihilfe, über die sich die Vorgänger-Kommission nicht hatte einigen können, wird in Brüssel nicht ohne Gegenleistung genehmigt. Im Gegenzug muss die Schienenfracht in Frankreich Kapazitäten abbauen und sich früher der Konkurrenz öffnen als geplant, statt 2007 schon bis zum März 2006. Dies soll zu Preissenkungen im Frachtverkehr führen und dürfte nach Expertenmeinung vor allem die Konkurrenz aus Deutschland freuen, die dann die Strecke Paris- Marseille befahren kann.