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Aserbeaidschan: Mord an regimekritschen Journalisten empört Opposition

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Aserbeaidschan: Mord an regimekritschen Journalisten empört Opposition

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In Aserbeidschan ist der Chefredaktuer einer opositionellen Zeitschrift von Unbekannten erschossen worden. Elmar Gussejnow wurde am Mittwochabend vor seiner Haustür von vier Schüssen in Kopf und Körper tödlich getroffen. 150 Meter vom Tatort entfernt wurde eine Pistole mit Schalldämpfer gefunden.

Der 38-jährige war ein scharfer Kritiker von Statspräsident Ilham Aliyew. Die ölreiche ehemalige Sowjetrepublik wird vom Familienclan des autoritär regierenden Staatspräsidenten beherrscht. Ilham Aliyew hatte im Jahre 2003 die Nachfolge seines Vaters im Amt des Staatspräsidenten angetreten. Unabhänige Beobachter hatten der Kaukasusrepublik damals mangelnde demokratische Wahlstandards attetstiert. Bei den anschließenden Unruhen in der Hauptstadt Baku waren zwei Menschen getötet und über 100 verhaftet worden. Die Behörden kündigten an, nicht zuzulassen, daß aus der Beisetzung des regimekritschen Journalisten eine politische Kundgebung gemacht werde. Genau das hat die Opposition aber vor. Der Generalstaatsanwalt erklärte, die Ermordung Gussejnows sei möglicherrweise ein Versuch, Aserbeidschan zu destabiliiseren. Vor der Machtübernahme von Alijews Vater 1993 drohte Aserbaidschan in einen Bürgerkrieg abzugleiten.