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EZB erwartet 2005 weniger Wachstum - Leitzinsen bleiben bei zwei Prozent

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EZB erwartet 2005 weniger Wachstum - Leitzinsen bleiben bei zwei Prozent

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Vor dem Hintergrund des enttäuschenden Wirtschaftswachstums in der Eurozone hält die Europäische Zentralbank am niedrigen Zinsniveau fest. Dieses liegt damit weiterhin bei zwei Prozent. Die EZB erwartet nach Angaben ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet für 2005 statt 1,9 nur noch 1,6 Prozent Wachstum.

Trichet begründete die Zinsentscheidung auch mit der unter Kontrolle gebrachten Inflation. In den kommenden Monaten werde die jährliche Teuerungsrate um zwei Prozent pendeln. Auch langfristig gebe es keinerlei Anzeichen für preistreiberische Tendenzen. Gründe für das stockende Wachstumstempo sind etwa die schwache Binnenachfrage und die zurückhaltenden Ausgaben der privaten Haushalte. Die EZB sieht jedoch den Tiefpunkt bereits überwunden und hofft auf weitere Impulse im Jahresverlauf. Von der schwachen Binnennachfrage ist besonders der Dinestleistungsbereich betroffen – allerdings mit regionalen Unterschieden. Während Deutschland und Italien auch hier unter der hohen Arbeitslosigkeit leiden, ist in Frankreich und Spanien ein Trend nach oben festzustellen – dank des anhaltenden Wachstums auf dem Immobilienmarkt.