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Frankreich: Größter Kinderschänderprozess in der Justizgeschichte des Landes begonnen

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Frankreich: Größter Kinderschänderprozess in der Justizgeschichte des Landes begonnen

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66 Angeklagte, 45 Opfer, Inzest, Gruppensex und Zwangsprostitution: Im westfranzösischen Anger hat der größte Kinderschänderprozess in der Justizgeschichte des Landes begonnen. Die Angeklagten müssen sich wegen hundertfacher Vergewaltigung und sexueller Gewalt – auch gegen die eigenen Kinder und Enkelkinder – verantworten. Fast alle Beschuldigten kommen aus sozial schwachen Verhältnissen. “Viele von ihnen wurden selbst in ihrer Kindheit missbraucht”, erklärt ein Anwalt der Verteidigung. “Einer meiner Mandanten sitzt im Gerichtssaal neben seinem Vater. Dieser hat ihn als Kind vergewaltigt, jetzt wurden die beiden zu Mittätern. Sie können sich vorstellen, mit welchen moralischen Werten der Mann aufgewachsen ist.” Wie Handelsware wurden die Kinder an Pädophile vermietet und zu Sexparties gezwungen, manchmalnur für eine Stange Zigaretten. “Das Schlimmste für die Kinder ist, dass es sich um ihre engsten Angehörigen handelt, die ihnen diese Gewalttaten angetan haben”, erklärt eine Anwältin eines Opfers. Es sind die Eltern, die Großeltern, der Onkel. Für die Kinder ist das schwierig. Papa und Mama sind angeklagt, sie kommen ins Gefängnis und sind dann weg.” Ihren Peinigern vor Gericht gegenübersitzen müssen die Kinder, die zur Tatzeit zwischen 6 Monate und 12 Jahre alt waren, nicht. Ihre Aussagen wurden auf Video aufgenommen. Der auf mindestens vier Monate angesetzte Prozess findet hinter verschlossenen Türen statt, nur die Presse hat Zutritt.