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Italiener, Spanier und Portugiesen wollen EU-Vorlagen in ihrer Sprache!

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Italiener, Spanier und Portugiesen wollen EU-Vorlagen in ihrer Sprache!

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Die Südeuropäer pochen in der EU auf ihre Rechte – auch in sprachlicher Hinsicht. Beim Treffen der EU-Arbeits- und Sozialminister in Brüssel haben die Vertreter von Italien, Spanien und Portugal ihr Veto gegen die Debatte über die diesjährigen Arbeitsprogramme zweier Ausschüsse eingelegt – schlicht und einfach deshalb, weil die Dokumente nicht in ihrer Sprache vorlagen, sondern nur auf englisch, französisch und deutsch.

Offiziell gibt es in der EU 20 Amtsprachen, in die Arbeitsvorlagen und Gesetzestexte übersetzt werden müssen. Mit der Erweiterung wurde das Europäische Parlament mit seinen vielen neuen Dolmetscher-Kabinen wirklich zum Turm zu Babel. In der Realität herrschen jedoch die drei Hilfssprachen Englisch, Französisch und Deutsch vor, und seit die EU-Kommission in den letzten Wochen erwog, ihre täglichen Pressekonferenzen nur noch in diese drei Sprachen simultan übersetzen zu lassen, laufen die Südeuropäer Sturm. Francoise Le Bail, die Sprecherin von Kommissionschef Barroso, will nun eine Lösung suchen – vielleicht taugt die auch für die Minister…