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Libanesische Opposition setzt anti-syrische Demonstrationen fort

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Libanesische Opposition setzt anti-syrische Demonstrationen fort

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Trauerzug und Demonstration in Beirut – die libanesische Opposition hat die Beerdigung des am Mittwoch entdeckten 19. Opfers des Anschlags auf Rafik Hariri in eine Protestveranstaltung verwandelt. Seit dem Attentat auf den früheren libanesischen Regierungschef vor knapp drei Wochen demonstriert die Opposition für einen Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon. Und wird darin von den USA unterstützt und nun auch von Russland, das als enger Verbündeter Syriens gilt. Der Druck erhöht sich auf den libanesischen Präsidenten Emile Lahoud. Denn nach dem Rücktritt der pro-syrischen Regierung fordert die Opposition, dass auch Lahoud sowie die Verantwortlichen der Geheimdienste und Sicherheitskräfte des Libanon ihre Ämter niederlegen. Es müsse verhindert werden, dass die Hintergründe des Attentats, für das die Opposition Syrien verantwortlich macht, vertuscht würden, hieß es auf einem Treffen der Politiker bei Beirut. Von Damaskus forderten sie eine verbindliche Ansage eines Truppenabzugs. An dem Treffen nahm auch der Chef der radikalislamischen Hisbollah teil. Die schiitische, pro-iranische und von Syrien unterstützte Organisation könnte in dem Konflikt eine Vermittlerrolle übernehmen.