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Argentinien faktisch nicht mehr zahlungsunfähig

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Argentinien faktisch nicht mehr zahlungsunfähig

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Argentinien hat seine Schuldenlast erheblich verringern können. Durch eine Umschuldung von 76 Prozent der argentinischen Verbindlichkeiten bei privaten Gläubigern sanken die Schulden des Landes um 67 Milliarden Dollar. Die beteiligten Anleger akzeptierten einen erheblichen Abschlag in Höhe von 65 Prozent. Die öffentlichen Gesamtschulden Argentiniens seien von mehr als 1991 Dollar Anfang 2004 auf jetzt 125 Milliarden gesunken, hieß es. Betroffen seien vor allem Wertpapiere. Hinzu kämen die seit der Erklärung der Zahlungsunfähigkeit aufgelaufenen Zinsen in Höhe von fast 21 Milliarden Dollar. Wirtschaftsminister Roberto Lavagna sagte, damit habe man die Schulden von 102 Milliarden Dollar auf 35 Milliarden senken können. Der Unterschied zwischen diesen beiden Zahlen betrage 67 Milliarden Dollar. Die Akzeptanz unter Anlegern, die sich heftig über den hohen Abschlag beklagt hatten, war höher als ursprünglich erwartet und bedeutet nun faktisch ein Ende der Zahlungsunfähigkeit Argentiniens.