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Italiener und Spanier kommen - sprachlich - in Brüssel doch noch zu ihrem Recht

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Italiener und Spanier kommen - sprachlich - in Brüssel doch noch zu ihrem Recht

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Im Übersetzungsstreit in der EU liegt ein Kompromissvorschlag auf dem Tisch. Italien, Spanien und Portugal hatten vehement dagegen protestiert, dass die Europäische Kommission versucht hatte, die täglichen Pressekonferenzen nur noch in die Arbeitssprachen Englisch, Französisch und Deutsch zu übersetzen und nicht in die übrigen Amtsprachen der EU, deren Zahl mit der Erweiterung immerhin auf 20 angestiegen ist.

Die Sprecherin von Kommissionschef Barroso, die sich um das Problem kümmern sollte, hat nun den Vertretern der Internationalen Presse folgende Lösung vorgeschlagen: Die Pressekonferenzen sollen in sieben Sprachen übersetzt werden, wenn ein Kommissar sich äußert – neben den drei Arbeitssprachen noch ins Spanische, Italienische, Holländische und Polnische, gegebenenfalls in die Sprache des Kommissars und rotierend in eine achte Sprache. Mittwochs, wenn die Kommission tagt, soll in alle zwanzig Sprachen übersetzt werden. Hinter dem Streit steckt auch die Verbitterung der Italiener, die sich in Brüssel nicht mehr genug beachtet fühlen.