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Parlamentswahl in Moldawien - Regierende Kommunisten liegen vorn

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Parlamentswahl in Moldawien - Regierende Kommunisten liegen vorn

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Bei der Parlamentswahl in Moldawien liegt die regierende Kommunistische Partei von Präsident Vladimir Woronin ersten Ergebnissen zufolge vorn. Auf sie entfielen nach Auszählung der Hälfte der Wahlzettel rund 47 Prozent der Stimmen. Sollte sich das Ergebnis bestätigen, könnten die Kommunisten die Regierung bilden.

Doch verfügen sie möglicherweise allein nicht über die nötige Dreifünftelmehrheit, um den Präsidenten zu stellen. Dieser wird vom Parlament bestimmt. Zweitstärkste Kraft wurde den Angaben zufolge der oppositionelle Block Demokratisches Moldawien unter Serafim Urechean mit 26 Prozent, vor den Christdemokraten mit rund acht Prozent.Geht es in Richtung Europa oder Moskau? Auch darüber entschieden die rund 2,4 Millionen Wahlberechtigten in der ehemaligen Sowjetrepublik.

Die regierenden Kommunisten suchen die Annäherung zur Europäischen Union – was die Mehrheit der Moldauer befürwortet. Der zunächst kremltreue Woronin hatte sich mit Moskau überworfen. Zentraler Streitpunkt ist die abtrünnige Region Transnistrien, in der vor allem Russen leben. Während Woronin die international nicht anerkannte Dnjestr-Republik wieder unter die Kontrolle der Zentralregierung bringen will, unterstützt der Kreml deren Wunsch nach einer weiterreichende Autonomie.

Die Djnestr-Führung rief im Rundfunk ihre Bürger auf, für den oppositionellen Block “Demokratischen Moldawien” zu stimmen. Busweise wurden Menschen aus der Region zu Wahllokalen auf moldawischem Gebiet gebracht, in denen sie abstimmen durften. 3000 ausländische und einheimische Beobachter die Abstimmung.