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Staatsbegräbnis für Nicola Calipari

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Staatsbegräbnis für Nicola Calipari

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Der im Irak getötete italienische Geheimdienstmitarbeiter Nicola Calipari wird an diesem Montag in Rom mit einem Staatsbegräbnis geehrt. Tausende Italiener erwiesen dem im Vittoriano Monument aufgebahrten Leichnam des 52jährigen die letzte Ehre. Caliparis Ehefrau, eine Mitarbeiterin im Kabinett von Berlusconi, hatte den Leichnam zusammen mit den beiden Kindern am Flughafen Ciampino in Empfang genommen.

Viele Italiener zeigten sich tief erschüttert vom Tod Caliparis. Angesichts der Situation fühle auch er einen großen Schmerz, sagte der Gründer der Zeitung Il Manifesto, Valentino Parlato, für die die im Irak freigelassene Journalistin Giuliana Sgrena arbeitet. Er sei nie für die Geheimdienste gewesen, aber hier handle es sich um einen guten, mutigen Mann. Die Staatsanwaltschaft in Rom leitete wegen des Todes des Geheimagenten eine Ermittlung wegen Totschlags ein. Die US-Regierung sicherte eine lückenlose Aufklärung zu.

Und doch kursieren bereits zwei Versionen über den Vorfall, bei dem Calipari von US-Soldaten getötet wurde. Die freigelassene Journalistin Sgrena berichtete, sie hätten ohne Grund das Feuer eröffnet. Es sei bekannt, dass die USA Lösegeldzahlungen im Irak ablehnten. Die amerikanische Seite erklärte, der Wagen der Italiener habe sich mit überhöhter Geschwindigkeit einem Kontrollposten genähert, die Soldaten hätten daraufhin das Feuer eröffnet.