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Syriens Freunde im Libanon gehen auf die Straße

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Syriens Freunde im Libanon gehen auf die Straße

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In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben pro-syrische Demonstrationen begonnen. Dazu haben die schiitische Hisbollah und ihr nahestehende Gruppen aufgerufen, um die Loyalität eines Teils der Libanesen gegenüber Syrien zu zeigen. Die Kundgebung findet nur wenige Meter vom Platz der Märtyrer statt, wo anti-syrische Demonstranten in den letzten Wochen gegen die Truppenpräsenz des Nachbarlandes protestieren.

Gestern trafen sich libanesische Oppositionspolitiker mit Scheich Hassan Nasrallah, dem Hisbollah-Führer im Libanon. Damit sollte der Befürchtung eines erneuten Bürgerkrieges im Land die Grundlage entzogen werden. Beide Seiten wandten sich gegen jegliche ausländische Truppenpräsenz im Libanon nach dem Abzug der Syrer.

Bislang haben sich die Präsidenten beider Staaten nur auf einen Rückzug der syrischen Soldaten in die Bekaa-Ebene im Osten des Landes geeinigt, der heute offiziell begonnen hat. Von der internationalen Gemeinschaft werden diese Schritte allerdings als ungenügend kritisiert. Ihre Forderung ist der vollständige Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon.

Das weitere Vorgehen wird auch heute zentrales Thema beim Besuch des libanesischen Oppositionsführers Walid Dschumblatt bei Außenminister Joschka Fischer in Berlin sein. Dschumblatt befindet sich auf einer Europareise, um für mehr Unterstützung für sein Land zu werben.