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Karami erneut mit Kabinettsbildung beauftragt

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Karami erneut mit Kabinettsbildung beauftragt

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Im Libanon hat Präsident Emile Lahoud den zurückgetretenen Regierungschef Omar Karami erneut mit der Regierungsbildung beauftragt. Lahoud war zuvor mit den Chefs der wichtigsten Fraktionen zu Beratungen über einen Nachfolger für Karami zusammengekommen. Dieser war nach massiven Protesten gegen seine pro-syrische Regierung zurückgetreten. Angesichts wachsender internationaler Kritik an der syrischen Führung bekundeten in Damaskus mehr als eine halbe Million Menschen ihre Unterstützung für Präsident Baschar el Assad. Zu der Massendemonstration aufgerufen hatten mehrere regierungsnahe gesellschaftliche Gruppen. Am Vortag waren in Beirut hunderttausende Libanesen und Syrer einem Aufruf der pro-syrischen Hisbollah gefolgt und hatten gegen den amerikanischen Einfluss in der Region demonstriert. Bei einem Treffen von Vertretern der libanesischen Opposition mit dem Außen- und Sicherheitsbeauftragen der Europäischen Union, Javier Solana, in Brüssel unterstrich der Politiker Walid Dschumblad die Notwendigkeit des Dialogs mit der Hisbollah. Syrien setzte die vereinbarte Truppenverlegung in den Osten des Libanon fort. Dutzende Transportfahrzeuge mit Soldaten und Ausrüstung fuhren in Richtung des Bekaa-Tals und der syrisch-libanesischen Grenze. Der syrische Botschafter in Washington, Imad Moustapha, kündigte an, die Truppen würden den Libanon noch vor den dort für Mai geplanten Wahlen endgültig verlassen.