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Nach Tod von Maschadow: neue Gewalt befürchtet

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Nach Tod von Maschadow: neue Gewalt befürchtet

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Moskautreue Kräfte in Tschetschenien wollen nach dem Tod von Rebellenführer Aslan Maschadow die Suche nach Schamil Bassajew verstärken, der als dessen möglicher aber kompromissloser Nachfolger an der Spitze der Unabhängigkeitskämpfer gilt, hieß es in Grosny. Die Leiche von Maschadow, der von Moskau als Terrorist bezeichnet wird, soll nach Angaben des Chefs der tschetschenischen Präsidentengarde im Zentrum von Grosny öffentlich zur Schau gestellt werden.

Ob die Rechnung von Präsident Wladimir Putin aufgeht, mit dem Tod des Ex-Präsidenten Maschadow die Unabhängigkeitsbewegung in Tschetschenien zu vernichten, wird von vielen Seiten bezweifelt. Viele Beobachter befürchten eine neue Eskalation der Gewalt. Inzwischen berichten russische Medien, dass Maschadow nicht im Kampf oder durch ein Versehen getötet wurde, wie bislang vom Kreml verlautete. Sondern er sei von einem Dorfbewohner verraten und von verfeindeten Tschetschenen erschossen worden.