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Libanon: Truppenabzug Syriens geht weiter

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Libanon: Truppenabzug Syriens geht weiter

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Es ist eine Premiere nach 28 Jahren: erstmals fahren Libanesen wieder Gebiete in ihrem Land, auf denen bis dato syrische Soldaten stationiert waren: Die Syrer setzen die vereinbarte Truppenverlegung in den Osten Libanons in kleinen Schritten fort. Im Laufe des Tages wird ein Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen nach Damaskus reisen, um den genauen Zeitplan des Rückzugs aus dem Libanon mit der syrischen Führung fest zu legen.

UN-Generalsekretär Kofi Annan betonte erneut, dass ein vollständiger Abzug der Truppen nötig sei, nicht nur deren Verlegung an die Landesgrenze. Dies forderte auch der amerikanische Präsident George W. Bush: Die Ankündigung des syrischen Präsidenten Baschar al Assad , die Soldaten in die Beka-Ebene zu verlegen, sei erst der halbe Weg. Die UN-Resolution 15 59 sei klar und eindeutig: sie sehe einen Komplett-Abzug vor.

In Damaskus haben gestern hunderttausende Syrer gegen die amerikanische Einmischung in ihrer Meinung nach innenpolitische Angelegenheiten demonstriert. Sie brachten Präsident Assad ihr Vertrauen entgegen. Eine andere gute Nachricht für Assad: der gerade erst zurückgetretene Omar Karami soll heute offiziell wieder als Ministerpräsident nominiert werden.