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Sprecher des getöteten Maschadow ruft Europa zum Eingreifen in Tschetschenienkonflikt auf

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Sprecher des getöteten Maschadow ruft Europa zum Eingreifen in Tschetschenienkonflikt auf

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Nach der Tötung des ehemaligen tschetschenischen Präsidenten Aslan Maschadow hat Rebellenführer Schamil Bassajew die “Fortsetzung des Heiligen Krieges” angekündigt.

Zum offiziellen Nachfolger Maschadows wurde der ehemalige Vorsitzende des islamischen Gerichts in Tschetschnien, Abdul Chalim Sadulajew, bestimmt. Das wurde vom Sohn des ermordeten Rebellenführers bestätigt. Ansor Maschadow erklärte, er rechne nach dem Tod seines Vaters mit einer Ausweitung des gewaltsamen Widerstands gegen die russischen Streitkräfte.

Maschadows ehemaliger Sprecher in London, Achmed Zakajew, bezweifelt, dass sich die Lage in Tschetschenien verbessern werde. Frieden sei nur möglich, wenn Europa und der Westen Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin ausüben werde.

Tschetschenien-Experten äußerten die Besorgnis, dass nun viele Anhänger Maschadows zum wesentlich radikaleren Lager Bassajews überwechseln und es zu einer neuen Gewaltspirale in der Region kommen könnte. Bassajew hatte sich des Öfteren dazu bekannt, blutige Terrorakte organisiert zu haben.