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EU-Parlament begeht erstmals europäischen Tag der Opfer des Terrorismus

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EU-Parlament begeht erstmals europäischen Tag der Opfer des Terrorismus

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Im Gedenken an die Opfer der Anschläge von Madrid hat das Europa-Parlament erstmals den europäischen Tag der Opfer des Terrorismus begangen, zu dem die Abgeordneten den elften März kurz nach den Anschlägen erklärt hatten.

Auch an ihrem Sitz in Brüssel hielten die Parlamentarier eine Schweigeminute ab. Zu der Gedenkfeier hatten sie 500 Jugendliche aus Brüsseler Schulen geladen. “Das Leid nach solch terroristischen Akten trifft nicht nur die Opfer, sondern auch ihre Familien und letztlich die ganze Gesellschaft”, erklärte eine Schülerin. “Denn die Angst bleibt, sie ist da – nach jedem Anschlag – und sie erfasst uns alle.” Und ein anderer Schüler meinte: “Terrorismus ist und wird niemals die richtige Antwort auf was auch immer sein – aber es dürfte mehr als einen Weg geben, wie wir zusammen an seiner Ausmerzung arbeiten können.” Welche Wege – dazu machte der konservative frühere spanische Innenminister Jaime Mayor Oreja den Zuhörern seine eigenen Vorschläge: “Wir müssen uns zuallerst der Schwere des Problems klarwerden. Und dann an zweiter Stelle alle Mittel des Rechtsstaates einsetzen, um den Terrorismus zu besiegen. Und drittens müssen wir die ganze Gesellschaft mobilisieren und nicht nur den Kampf gegen den Terrorismus den Politikern überlassen, denn sie gehört dazu, und sie teilt mit ihnen diesen ernormen Kampf.” Es gab zahlreiche Veranstaltungen in der EU an diesem europäischen Tag der Opfer des Terrorismus. Ein Appell wurde dabei mehrmals laut: Dass sich der Kampf gegen die Terroristen in den legalen, rechtsstaatlichen Grenzen hält.