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Nach Ende der Quoten: EU sucht Mittel gegen Ansturm chinesischer Textilien

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Nach Ende der Quoten: EU sucht Mittel gegen Ansturm chinesischer Textilien

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Nach der Forderung der europäischen Bekleidungsindustrie nach Schutzklauseln gegen die Überflutung des Marktes mit chinesischen Textilien sucht die EU-Kommission nach einer Lösung. Sie wird in der kommenden Woche in Peking mit den Chinesen verhandeln. Die europäischen Textilhersteller beklagen einen drastischen Anstieg der chinesischen Exporte seit Wegfall der Quotenbeschränkung in der EU am 1. Januar. Die Kommission will jedoch erst die konkreten Statistiken vom Februar abwarten, für Schutzklauseln oder etwa neue Quoten ist es ihr zu früh.

Die Sprecherin von Handelskommissar Peter Mandelson erinnerte daran, dass eine Schutzklausel nur eingeführt werden könne, wenn ein Mitgliedsstaat darum ersucht, oder auf Initiative der Kommission – nicht aber auf Anfrage einer Organisation eines Berufsstandes.

Die Statistiken aus Peking scheinen der Textilbranche Recht zu geben: Demnach sind im Januar die Verkäufe ins Ausland um fast ein Drittel gestiegen. Nach Schätzungen der Weltbank wird die Volksrepublik 2010 die Hälfte des weltweiten Textilmarkts beherrschen. Heute sind es knapp 30 Prozent. Mit der Konkurrenz aus China sinken die Preise – und das Risiko von Stellenabbau in Europa steigt. Die europäischen Hersteller hoffen nun auf Schutzklauseln für besonders betroffene Kategorien wie Pullover, Hosen oderMäntel.