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Neues Holocaust-Museum in Jerusalem

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Neues Holocaust-Museum in Jerusalem

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Im neuen Museumsbau von Jad Vaschem ist alles bereit zur Eröffnung, an der am 15. März hochrangige Staatsgäste aus 40 Ländern teilnehmen wollen.50 Jahre nach der Einweihung des ersten Holocaust-Museums. Holocaust – Schoah war ein zentrales Element bei der Gründung des jungen Staates Israel.

Damals betonte man vor allem den Widerstand jüdischer Kämpfer: “Im neuen historischen Museum wird die Geschichte des Holocaust auf zwei Ebenen erzählt”, sagt die Ausstellungsleiterin.” Es gibt die Geschichte der Nazis – dann aber wollen wir die Geschichte unter jüdischen Geschichtspunkten betrachten. Das ist neu in unserem Museum.”

Gegliedert in neun Komplexe wird auch erzählt, was vor Hitler war. Antisemitismus in verschiedenen Spielarten. Jüdisches Leben im Europa des 19. und frühen 20. Jahrhundert. Dann der Alltag in Hitler-Deutschland, in den Ghettos, in den Konzentrationslagern.

In diesem neuen Museum wird der Besucher mit konkreten Menschen und ihrem Schicksal konfrontiert. Kleines Glück und großes Leid nachvollziehbar für den Betrachter – statt überhöhter Symbolik. Der Grund für die veränderte Sichtweise: Es leben nur noch wenige Zeitzeugen, den nachgewachsenen Generationen fehlt die Vorstellung

Es soll ein lebendiges Museum werden, das zum Dialog einlädt, erfuhr bereits der deutsche Bundespräsident Horst Köhler bei seinem Besuch Anfang Februar. Dazu gehört die “Zentrale Datenbank der Schoah-Opfer”. Man wird die Datenbank auch vom Berliner Denkmal für die ermordeten Juden Europas aus erreichen können, um nach Namen zu suchen oder um Informationen hinzuzufügen.2.43Die “Halle der Namen” gibt Opfern ein Gesicht – und den Nachgeboren vielleicht einen Anstoß, selbst nachzuforschen und eigene Erkenntnisse beizusteuern.3.00