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Swiss wird deutsch - Lufthansa übernimmt Schweizer Fluggesellschaft

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Swiss wird deutsch - Lufthansa übernimmt Schweizer Fluggesellschaft

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Die deutsche Lufthansa steht vor der Übernahme der Schweizer Gesellschaft Swiss. Beide Seiten einigten sich auf ein Betriebskonzept, das nun von den Großaktionären der Swiss gebilligt werden muß. Diese halten zusammen 86 Prozent an der Schweizer Airline. Zu ihnen gehören Bund, Kantone, Städte, Banken und Privatwirtschaft.

Nach Meinung des Abgeordneten Charles Favre gibt es zur Übernahme durch die Lufthansa keine Alternative. Nur an der Seite eines starken Partners könne das Überleben gesichert werden. In einem zweiten Schritt werde sich die öffentliche Hand vollständig aus der Gesellschaft zurückziehen. Es sei nicht Aufgabe des Staates, sich an einer Fluglinie zu beteiligen. Dem Konzept der Lufthansa zufolge bleibt der Markenname Swiss erhalten. Gemeinsame bilden Deutsche und Schweizer den nach der Zahl der Passagiere zweitgrößten Luftfahrtkonzern Europas. Lufthansa und Swiss bringen es auf 57,5 Millionen – nur Air France und KLM haben mit 65 Millionen mehr Fluggäste. Mit der Übernahme würde sichergestellt, dass die Schweiz weiterhin an das internationale Luftverkehrsnetz angebunden bleibt. Zürich soll neben Frankfurt und München ein weiteres Drehkreuz der Lufthansa werden. Den Kleinaktionären der Swiss sollen die Aktien zum durchschnittlichen Kurs der vergangenen Woche abgekauft werden. Insgesamt muß die Lufthansa dafür rund 40 Millionen Euro ausgeben. Für die öffentlichen Großaktionäre gelten andere Konditionen. Spekuliert wurde über einen symbolischen Kaufpreis von einem Euro oder einem Schweizer Franken. Analysten und Anleger in Frankfurt und Zürich reagierten positiv.