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Greenspan warnt erneut vor Folgen des hohen US-Haushaltsdefizits

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Greenspan warnt erneut vor Folgen des hohen US-Haushaltsdefizits

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US-Notenbankchef Alan Greenspan hat erneut vor gravierenden Folgen des steigenden Etatdefizits für die US-Wirtschaft gewarnt. Der derzeitige haushaltspolitische Kurs sei nicht nachhaltig, da steigende Defizite zu steigenden Zinsen und steigenden Schuldenbelastungen führten, sagte Greenspan laut Redetext vor einem Senatsauschuss in Washington.

Wenn dieser Trend nicht umgekehrt werde, drohe der Wirtschaft ab einem bestimmten Zeitpunkt die Stagnation “oder Schlimmeres”, so Greenspan. Steigende Defizite könnte nur in sehr geringem Maße durch Marktkräfte korrigiert werden. Das US-Haushaltsdefizit weitete sich im Februar deutlich aus. Die Regierung geht inzwischen für das Gesamtjahr von einem Budgetloch von 427 Milliarden Dollar aus. Zugleich äußerte Greenspan Zweifel, ob die USA künftig ihren Verpflichtungen gegenüber Rentnern nachkommen könnten. Kürzungen in der Rentenkasse seien vermutlich unvermeidlich. Auch die Leistungen im Gesundheitswesen stehen nach Ansicht des US-Notenbankchefs auf dem Prüfstand, sollte das Defizit nicht entschlossen eingedämmt werden.