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Israel zieht sich aus dem Westjordanland zurück

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Israel zieht sich aus dem Westjordanland zurück

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Israel und die Palästinenser haben sich auf einen Rückzug aus mehreren Städten im Westjordanland und die Freilassung weiterer palästinensischer Gefangener geeinigt. Auf einem Treffen in Jerusalem wurde erstmals die Freilassung der 7000 palästinsischen Häftlinge in Aussicht gestellt, die vor dem Oslo-Friedensabkommen von 1994 Anschläge in Israel verübt haben.

Konkrete Zusagen gab es bei diesem Treffen jedoch nicht; anders in Tel Aviv. Dort beschlossen der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas und der palästinensische Innenminister Nasser Jussuf Jericho an diesem Mittwoch unter palästinensische Kontrolle zu geben. Zwei weitere Städte im Westjordanland, Tulkarem und Kalkilijah könnten ebenfalls in dieser oder der nächsten Woche folgen, hieß es aus Verhandlungskreisen. Die Orte sind seit dem Beginn der zweiten Intifada im Jahr 2000 besetzt. Israel hatte bei einem Treffen im Februar die Übergabe von fünf Städten zugesagt. Nach einem Selbstmordanschlag in Tel Aviv waren diese Hoffnungen jedoch vorerst zunichte gemacht worden. Allerdings ließ Israel wie versprochen Ende Februar 500 palästinensische Häftlinge frei. Unterdessen warb Palästinenserpräsident Mahmud Abbas weiter um Unterstützung für einen Frieden im Nahen Osten. Gestern traf er sich in Ramallah mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Heute verhandelt er in Kairo mit militanten Palästinenserorganisationen über einen Waffenstillstand.