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Tschetschenien: Kopfgeld auf Bassajaw ausgesetzt

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Tschetschenien: Kopfgeld auf Bassajaw ausgesetzt

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Russland hat für die Hinweise rund 7,6 Millionen Euro gezahlt, die zum Tode des tschetschenischen Ex-Präsidenten und Rebellenführers Aslan Maschadows führten. Die Informanten hätten das Kopfgeld bereits erhalten, sowie das Angebot, in eine andere Region Russlands oder ein islamisches Land umzusiedeln. Maschadow war vor einer Woche im Dorf Tolstoj-Jurt getötet worden.

Inzwischen mehren sich die Zweifel an der offiziellen Version des Kreml, Maschadow sei bei der Erstürmung seines Verstecks getötet worden. Russische Zeitungen berichten, der Angriff sei nur inszeniert gewesen. Und Bewohner von Tolstoj-Jurt hätten ausgesagt, der frühere Präsident Tschetscheniens sei bereits tot in das Dorf gebracht worden. Aber nicht nur die Gerüchteküche brodelt. Auch die Kritik an der Entscheidung von Präsident Wladimir Putin nimmt zu, die Leiche Maschadows nicht zur Bestattung freizugeben. Nun drohe die Radikalisierung der tschetschenischen Opposition nur noch zuzunehmen, befürchten Menschenrechtsgruppen.

Auch auf den Nachfolger Maschadows an der Spitze der tschetschenischen Unabhängigkeitsbewegung, Rebellenführer Schamil Bassajew, ist nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB ein Kopfgeld von 7,6 Millionen Euro ausgesetzt. Bassajew gilt als weitaus radikaler als es Maschadow war und hat sich zu Geiselnahmen und Bombenanschlägen mit hunderten Toten bekannt.