Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Frankreichs neuer Finanzminister korrigiert Wachstumsprognose nach unten


unternehmen

Frankreichs neuer Finanzminister korrigiert Wachstumsprognose nach unten

Gut zwei Wochen nach seinem Amtsantritt hat der neue französische Finanzminister Thierry Breton die Wachstumsprognose für 2005 gesenkt. Statt 2,5 Prozent erwarte er zwei bis 2,5 Prozent, sagte Breton vor Journalisten in Paris. Zugleich rechnet er damit, das Staatsdefizit unter die im Stabilitätspakt vorgesehene Marke von drei Prozent zu drücken. Anlaß für diese Erwartung seien höhere Einnahmen aus der Unternehmenssteuer und geringere Ausgaben der Krankenversicherung.

Breton äußerte sich zuversichtlich, dass die EU bei der Reform des Stabilitätspaktes einen Kompromiß findet. Bei dem Streit geht es darum, welche Ausgaben bei der Berechnung des Defizits nicht berücksichtigt werden sollen. Als dringend bezeichnete Breton die Steigerung der Kaufkraft der Franzosen. Dazu müsse auch die Arbeitslosenquote wieder unter zehn Prozent gedrückt werden. Die Kaufkraft sei ein Wachstumsmotor, sagte der frühere France-Telecom-Chef. In der vorigen Woche hatten in Frankreich Zehntausende gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung und für mehr Kaufkraft demonstriert.
Mehr zu:

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

unternehmen

Greenspan warnt erneut vor Folgen des hohen US-Haushaltsdefizits