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Italien: Truppenabzug aus dem Irak

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Italien: Truppenabzug aus dem Irak

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In Italien hat die Ankündigung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, ab September die Truppen aus dem Irak abziehen zu wollen, zu kontroversen Reaktionen geführt. Die Opposition erklärte ihr Unverständnis, daß der Regierungschef den Abzug der Truppen in einem Fernsehinterview verkündete, während die Abgeordnetenkammer ahnungslos über die weitere Finanzierung der Mission abstimmte. Oppositionsführer Romano Prodi erklärte, er sei fassungslos. Italien hat über 3000 Soldaten im Irak stationiert und gilt als einer der engsten Verbündeten der Vereinigten Staaten.

Die US Regierung hatte nach der Ankündigung die bisherige Arbeit der italienischen Soldaten gelobt. Außenministerin Condoleezza Rice äußerte die Hoffnung, daß die Entscheidung über den Abzug der italienischen Truppen so koordiniert werde, daß die Mission im Irak nicht gefährdet werde.

Berlusconi hatte erklärt, die öffentliche Meinung fordere den Abzug. Er sei sich in dieser Einschätzung mit dem britischen Premierminister Tony Blair einig.