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Elektronischer Betrugsanschlag auf Sumitomo-Bank in London vereitelt

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Elektronischer Betrugsanschlag auf Sumitomo-Bank in London vereitelt

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Die britischen Behörden haben einen High-Tech-Betrugsanschlag in dreistelliger Millionenhöhe verhindert. Presseberichten zufolge wollte eine Bande von Computerhackern Gelder der japanischen Sumitomo-Bank in London auf verschiedene Konten umleiten. Die Rede war von mehr als 300 Millionen Euro.

Eines dieser Konten befand sich in Israel. Dort nahm die Polizei einen 32-Jährigen wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Betrug fest. Nach Korrespondentenangaben aus Jerusalem gingen die Ermittlungen in Israel mit Hilfe britischer Experten weiter. Bei dem Fall handelt es sich um den größten Betrugsversuch in der Londoner City seit Jahren. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst im Dunkeln. Fest steht lediglich, dass die Bande den Bankraub auf elektronische Weise verüben wollte, wie der Computer-Sicherheitsexperte Richard Archdeacon erklärt. Möglicherweise sollte das System der Bank mit Hilfe einer zusätzlichen Software manipuliert werden. Scotland Yard war den Tätern offenbar bereits seit Oktober auf der Spur. Ende des vergangenen Jahres warnte die Polizei Banken und Finanzinstitutionen vor möglichen elektronischen Einbrüchen. Ein Sprecher von Sumitomo erklärte in Tokio, der Bank seien keine finanzielle Schäden entstanden. Beobachter rechneten mit weiteren Festnahmen.