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Wolfowitz soll Präsident der Weltbank werden

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Wolfowitz soll Präsident der Weltbank werden

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Der bisherige US-Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz soll neuer Präsident der Weltbank werden. Zusammen mit Finanzminister John Snow stellte er sich in Washington der Presse. Wolfowitz sagte, er sei bewegt, für diesen wichtigen Posten nominiert worden zu sein. Das sei eine große Herausforderung. Snow sprach von einer großen Unterstützung für Wolfowitz. Er bringe intellektuelle Stärke, eine Vision und Führungskraft in diesen wichtigen Posten ein.

Der 61jährige Wolfowitz zählt zu den stärksten Befürwortern des Irak-Krieges in der US-Regierung. Er soll die Nachfolge von James Wolfensohn an der Spitze der Weltbank antreten. Wolfowitz muss zwar noch von allen 184 Mitgliedsstaaten der Weltbank bestätigt werden, das gilt jedoch als Formalität. Traditionsgemäß stellen die Amerikaner den Präsidenten der Weltbank, die Europäer besetzen in der Regel den Spitzenposten des Internationalen Währungsfonds.

Nach Ansicht von Experten könnte Wolfowitz die Weltbank zu ihrer früheren Rolle als Kreditinstitut zur Finanzierung großer Infrastruktur-Projekte zurückführen. Die Praxis der Darlehensvergabe zum Nullzinstarif sehen Analysten in Gefahr.