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Bilbao-Gruppe und ABN Amro wollen italienische Banken übernehmen

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Bilbao-Gruppe und ABN Amro wollen italienische Banken übernehmen

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Der italienische Bankensektor muß sich in dieser Woche gleich mit zwei unfreundlichen Übernahmeangeboten auseinandersetzen. Die spanische Finanzgruppe Bilbao und die niederländische Großbank ABN Amro fordern mit ihren Offerten die gesetzlichen Beschränkungen für ausländische Kreditinstitute heraus. Bilbao greift dabei nach der Banca Nazionale del Lavoro. ABN Amro will sich die Bank Antonveneta einverleiben.

Spanier und Niederländer halten jeweils etwa 15 Prozent an ihren Wunschobjekten. Der Börsenwert der Banca Nazionale del Lavoro beläuft sich auf sieben Milliarden Euro, der von Antonveneta auf 6,5 Milliarden. Bilbao und ABN Amro müssen nun auf grünes Licht der italienischen Zentralbank warten. Italien verbietet Mehrheitsbeteiligungen ausländischer Banken an heimischen Instituten. Diese Beschränkungen sind jedoch in Europa umstritten. Analysten erwarten nun, daß Zentralbankchef Antonio Fazio italienische Banken dazu bringen will, höhere Übernahmeangebote vorzulegen. Eine Ablehnung der ausländischen Offerten brächte ihn in einen Konflikt mit der EU-Kommission in Brüssel. Eine Annahme würde andererseits andere nicht-italienische Banken ermutigen, ebenfalls auf Einkaufstour zu gehen. Beides will Fazio verhindern.