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Gipfel der Arabischen Liga eröffnet

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Gipfel der Arabischen Liga eröffnet

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Überschattet von großen Meinungsverschiedenheiten hat in der algerischen Hauptstadt Algier das Gipfeltreffen der Arabischen Liga begonnen. Fast ein Drittel der Staatschefs ließ sich von Ministern vertreten, darunter auch der saudi-arabische Kronprinz Abdullah bin Abdelaziz und Jordaniens König Abdullah. Im Mittelpunkt der Gespräche steht erneut der israelisch-palästinensische Konflikt. Der Präsident der Arabischen Liga, der Ägypter Amr Moussa, sagte, die arabische Seite dürfe keine Zugeständnisse ohne Gegenleistungen machen. Nur dann könne man einen ausgewogenen Frieden mit Israel erreichen. Im Vorfeld des Gipfels hatte die Arabische Liga einen Vorschlag Jordaniens abgelehnt, der vorsah, ohne Gegenleistung diplomatische Beziehungen zu Israel aufzunehmen. An dem Gipfel in Algier nehmen auch europäische Regierungschefs teil. Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero verwies darauf, dass es keine Rechtfertigung für Terrorismus gebe. Mord an Unschuldigen könne man nicht begründen. Terroranschläge erschwerten es lediglich, die Ursachen des Terrorismus zu bekämpfen. Neben der sogenannten “Beiruter Initiative”, die einen Frieden mit Israel vorsieht, wenn dieses sich aus den Palästinensergebieten zurückzieht, geht es in Algier auch um die Lage im Libanon und im Irak.