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Hintergründe zur Präsidentschaft Askar Akajevs

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Hintergründe zur Präsidentschaft Askar Akajevs

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Askar Akajev, ehemals Mitglied der sowjetischen Akademie der Wissenschaften, war 1990 noch vom Parlament der Sowjetrepublik Kirgisien zum Staatspräsidenten gewählt worden. Er führte das Land ein Jahr später in die Unabhängigkeit und regiert es seitdem.

Anfangs wurde er von westlichen Beobachtern als Hoffnung für Demokratie und Zivilgesellschaft in Zentralasien gepriesen, doch im Laufe der Zeit mehrte sich Kritik an seinem autoritären Führungsstil. Seine Regierung soll zudem in Korruptionsfälle verstrickt sein. Kirgisien bezeichnete sich nach der Unabhängigkeit selbst als “Entwicklungs- land” und auch heute verfügen die 5,2 Millionen Einwohner über ein jährliches Pro-Kopf-Einkommen von nicht mehr als 240 Euro. Akajev bemüht sich um gute Beziehungen zu Russland und den USA, beide Länder unterhalten auf kirgisischem Boden Militärbasen. Die Präsidentschaft des starken Mannes im kleinen Land nähert sich ihrem Ende, im Oktober soll sein Nachfolger gewählt werden. Die Opposition fürchtet jedoch, dass Akajev an der Macht bleiben will. Er selbst sieht die Zukunft optimistisch, wie der Titel seines unlängst erschienenen Buches verkündet.