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Zehn Jahre Haft für Ex-Yukos-Chef Chodorkowsky gefordert

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Zehn Jahre Haft für Ex-Yukos-Chef Chodorkowsky gefordert

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Im Betrugsprozess gegen den Gründer des russischen Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowsky, hat die Anklage eine zehnjährige Haftstrafe gefordert. Chodorkowsky habe den Staat betrogen und in großem Ausmaß Steuern hinterzogen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Platon Lebedew soll er sich auch der Unterschlagung von Dokumenten schuldig gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft fordert zudem, die Privatvermögen der beiden Dollar-Milliardäre einzuziehen. Chodorkowsky und Lebedew bezeichnen sich als unschuldig im Sinne der Anklage. Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, blieb zunächst offen. Viele Beobachter vermuten hinter dem Prozeß eine Kampagne der russischen Regierung, weil der Ex-Yukos-Chef politische Ambitionen gezeigt hatte. Während der Zeit des Prozesses fand auch der Niedergang des einstigen Öl-Giganten Yukos statt. Die Fördertochter Yuganskneftegas war im vergangenen Jahr angesichts von Steuernachforderungen in Höhe von mehr als 20 Milliarden Euro zwangsversteigert worden.