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Manipulationsvorwürfe überschatten Parlamentswahlen in Simbabwe

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Manipulationsvorwürfe überschatten Parlamentswahlen in Simbabwe

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Simbabwe wählt an diesem Donnerstag ein neues Parlament. Und der Sieger steht schon so gut wie fest. Präsident Robert Mugabe wird – so sehen es Beobachter – bei dem von Manipulationsvorwürfen überschatteten und von EU und USA nicht anerkannten Urnengang alles dafür tun, damit am Ende seine Zanu-Partei die große Mehrheit davonträgt.

Mit scharfen Attacken gegen die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien versuchte der autokratisch regierende Staatschef im Wahlkampf von der düsteren Lage in seinem Land abzulenken. Das international isolierte Simbabwe gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Die Opposition rechnet nicht mit einer fairen Wahl, geschweige denn mit Siegchancen, tritt aber dennoch an. Deren Führer Morgan Tsvangirai will die Aufmerksamkeit der Wähler auf die wahren Probleme lenken. “Tony Blair hat nichts mit den Leiden der Simbabwer zu tun”, rief er seinen Anhängern zu. Die Wochen vor der Parlamentswahl verliefen ruhig. Doch soll es zu Einschüchterungen gekommen sein. Auch enthalten die offiziellen Wählerlisten nach Aussage der Opposition Namen von Toten und andere falsche Angaben. Internationale Wahlbeobachter sind bei der Abstimmung nicht zugelassen.