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Parlamentswahl in Simbabwe hat begonnen

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Parlamentswahl in Simbabwe hat begonnen

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In Simbabwe hat am Morgen die Parlamentswahl begonnen. Rund sechs Millionen Wähler sollen über die Vergabe von 150 Parlamentssitzen bestimmen. Trotz schlechten Wetters bildeten sich vor den Wahllokalen schon Stunden vor der Öffnung lange Schlangen. In der Hauptstadt Harare war es zeitweise zu Verzögerungen gekommen. Die Wahl wird unter anderem wegen jahrelanger Unterdrückung der Opposition international kritisiert.

Präsident Robert Mugabe, der seit 25 Jahren die südafrikanische Republik regiert, hat im Vorfeld alles getan, um die Chancen der Opposition auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Der Präsident nimmt sich unter anderem das Recht heraus, 30 Parlamentsmandate selbst zu bestimmen. Mit diesem Verfahren hat er seiner Regierungspartei in der Vergangenheit stets eine Mehrheit sichern können.

Alles andere als ein klarer Sieg wäre denn auch für Mugabe eine herbe Enttäuschung. Der 81-jährige hatte das Land mit einer radikalen Agrarreform in eine beispiellose Wirtschaftskrise gestürzt und Simbabwe international isoliert.

Die Wirtschaft ist in den vergangenen 5 Jahren um 50 Prozent geschrumpft, die Arbeitslosigkeit liegt bei 70 Prozent.

Die Oppositionspartei MDC hofft darauf, von der weit verbreiteten Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu profitieren. MDC-Führer Morgan Tsvangirai sagte am Sonntag vor 25.000 jubelnden Anhängern in Harare, er werde Mugabe und dessen korrupte Elite nach einem Wahlsieg in Gefängnis sperren. Zudem versprach der Oppositionsführer umfassende Untersuchungen von Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen.