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DaimlerChrysler will Smart mit Milliardenmitteln umstrukturieren

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DaimlerChrysler will Smart mit Milliardenmitteln umstrukturieren

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Der DaimlerChrysler-Konzern zieht bei seiner angeschlagenen Kleinwagenmarke Smart die Notbremse. Der deutsch-amerikanische Autobauer will mit einem milliardenschweren Sanierungskonzept die Tochter wieder auf Kurs bringen. Nach Angaben von Konzernbetriebsratschef Erich Klemm werden dazu etwa 700 Arbeitsplätze abgebaut.

Zwar stiegen die Smart-Absatzzahlen in den vergangenen Jahren stetig an (2004 auf mehr als 150.000), blieben aber dennoch hinter den Erwartungen zurück. Rentabel war Smart noch nie. Allein im vergangenen Jahr fielen nach Informationen aus Unternehmenskreisen Verluste von 400 Millionen Euro an. Als Konsequenz korrigierte der Konzern seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten. Für die Restrukturierung von Smart muss DaimlerChrysler 1,2 Milliarden Euro an die Seite legen. Damit bekommt die Konzernspitze unter Leitung von Vorstandschef Jürgen Schrempp neues Ungemach. Am Donnerstag mußte DaimlerChrysler den größten Rückruf der Firmengeschichte bekannt geben: 1,3 Millionen Mercedes-Fahrzeuge müssen zur Überprüfung von Elektronik und Bremsen in die Werkstätten zurück. Betroffen sind mehrere Modelle, die ab 2001 gebaut wurden. Der Konzern erklärte, die Aktion sei Teil einer Qualitätsoffensive.