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Rom am Vorabend des Papstbegräbnisses

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Rom am Vorabend des Papstbegräbnisses

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Unter normalen Bedingungen würde man für die Planung eines solchen Ereignisses 6 bis 12 Monate brauchen, sagte der oberste Sicherheitschef der Stadt Rom.Zeit bekam er aber weniger als eine Woche. Da bleibt ihm nur noch eins:Die Stadt abzuriegeln. Am Freitag zwischen 2 h früh und 18 h am Abend.

Busse , die aus allen Himmelsrichtungen auf die “ewige Stadt” zufahren,werden schon seit Tagen auf Parkplätze weit außerhalb umgeleitet.Höchstens jeder zehnte Pilger wird direkt auf dem Petersplatz die Trauerzeremonie verfolgen können. An weiteren Plätzen wurden Großleinwände aufgebaut, so im Olympiastadion und am Kolosseum. Die Polizei kann nur noch hoffen, dass die Menschen weiter so friedlich und freundlich bleiben und dass keine Panik ausbricht.In dieser hoffnungslos überfüllten Stadt müssen auch noch 200 Staatsgäste geschützt werden.

Marcello Fulvi, der Polizeichef von Rom sprach von zwei großen Sicherheitssystemen, die dadurch gleichzeitig dirigiert werden müssen.

Großalarm auch bei den obersten amerikanischen Personenschützern.Drei Präsidenten, dazu die Außenministerin, sind gleichzeitig zu bewachen -und das auch im Vatikan, wo niemand Waffen tragen darf, nicht einmal Präsidentengarden. Scharfschützen sitzen dafür auf den Dächern rund um die US-Botschaft.Es herrscht in jeder Hinsicht Ausnahmezustand.Präsident Mugabe aus Simbabwe darf eigentlich wegen seiner menschenrechtsfeindlichen Politik nicht in die EU einreisen -zum Papstbegräbnis gab es eine Ausnahmegenehmigung.Der vielen Staatsgäste wegen sind Flughafen und Luftraum von Rom für alle anderen Maschinen gesperrt. In der Stadt herrscht Fahrverbot. Alles was Italien an Terrorabwehr zu bieten hat, konzentriert sich für diese Tage auf die Hauptstadt.Italiens Innenminister Giuseppe Pisanu sagte:“Ich hoffe, dass uns der Papst vom Himmel aus hilft.”