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Irak: Demonstranten ziehen durch Bagdad

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Irak: Demonstranten ziehen durch Bagdad

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Am zweiten Jahrestag des Sturzes von Saddam Hussein haben in Bagdad tausende Anhänger des radikalen Predigers Muktada Al-Sadr einen Abzug der ausländischen Truppen gefordert, sowie einen raschen Prozess gegen Ex-Diktatur. Bei der zentralen Kundgebung auf dem Firdus-Platz, wo vor zwei Jahren eine Statue Saddams von jubelnden Menschen vom Sockel gestoßen wurde, verlangten die Demonstranten auch die Freilassung der 10.000 von Koalitionstruppen inhaftierten Iraker.

Auch in Ramadi gingen Anhänger Al-Sadrs mit diesen Forderungen auf die Straße. Sie warfen den Besatzungstruppen die Misshandlung irakischer Gefangener vor. Damit seien sie nicht besser als das Saddam-Regime, hieß es. In Latifiyah starben 15 irakische Soldaten bei einem Angriff auf ihren Militärkonvoi, einen Tag nach einem tödlichen Feuerüberfall auf ein führendes Mitglied von Al-Sadrs Untergrundbewegung. Und im Norden des Irak wurden 12 Iraker verletzt, als eine Autobombe neben einem vorbeifahrenden Polizeikonvoi explodierte.